Praxis, Homöopathie, Naturheilkunde
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Heilpraxis für Homöopathie und Komplementärmedizin
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Lycopodium

 Lycopodium clavatum , Bärlappsporen.

 

Der Keulen-Bärlapp (Lycopodium clavatum), auch Wolfsklaue, gehört zu den Gefäßsporenpflanzen. Der Name setzt sich zusammen aus griechisch lycos =„Wolf“ und pos =„Fuß“, wohl weil die dichtbeblätterten Zweige entfernt einem Tierfuß ähneln. Lateinisch clavatum = „Keule“, bezeichnet die Form der Sporenstände.

 

Der Keulenbärlapp ist die älteste Pflanze, die als Arzneimittel verwendet wird und ist vermutlich um die 450 Mio. Jahre alt.

Die ausdauernde und giftige Pflanze besteht aus einem zwischen 0,5 und 4 Meter langen am Boden kriechenden Spross und bis 30 cm aufrecht stehenden Seitenästen. Durch die Haare erscheint die Pflanze pelzig, was ihr den Namen Wolfsklaue zugetragen hat.

 

 Die Die Ähren sind aus spezialisierten Blättchen aufgebaut, in deren Achseln die Sporenbehälter sitzen. Anders als das Kraut enthalten die Sporen wohl keine Alkaloide

Aus diesen mikroskopisch kleinen Sporen, die erst nach sechs bis sieben Jahren keimen, entwickeln sich die Vorkeime, an denen die Geschlechtsorgane entstehen. Es wechselt also stets eine geschlechtliche Generation mit einer ungeschlechtlichen ab (Generationswechsel). Die Pflanzen erreichen erst im 12.-15. Jahre ihre Geschlechtsreife. 

Eine toxische Wirkung der Sporen ist nicht bekannt.

LYCOPODIUM wurde 1835 von Hahnemann selbst in die Homöopathie eingeführt. 

 

 

LEITSYMPTOME

ï    Beschwerden der rechten Seite, von rechts nach links, von oben nach unten 

ï    Verschlechterung von 16:00 - 20:00 (4) und morgens beim Erwachen 

ï    Blähungen (physisch und psychisch) 

ï    Verlangen nach Süßem 

ï    Überkompensation von mangelndem Selbstwertgefühl, diktatorisch (3), "Radfahrermentalität": schmeichelt nach oben und tritt nach unten. 

ï    Theoretisieren

 

Gemüt:

Geistig aktiv, aber zunehmend schwächer. Kann nicht denken. (Er kann nichts tun, nichts denken; er bringt seine Zeit mit unbedeutenden Dingen hin, ohne sich entschließen zu können zu dem, was er zu tun hat.) 

Sagt falsche Worte oder lässt Worte aus, usw. ERWACHT ÄRGERLICH, traurig oder ängstlich. 

Empfindsam und furchtsam. Abneigung, allein zu sein. 

Hasserfüllt, anmaßend, tyrannisch, anspruchsvoll, zurückhaltend oder verzweifelt. 

Körperliche Symptome: 

Gelbliches Gesicht; blass, grau; faltige Stirn; Stirnrunzeln; Zucken. 

Mund steht offen  Wunde Lippen. Gelbe Zähne. 

Eine Kugel scheint im Halse aufzusteigen und bleibt dort stecken. (Es steigt ihr von unten herauf bis in den Schlund wie eine Kugel.) 

Wunder Hals (re.); < kalte Getänke. 

Hunger, aber schnell gesättigt; BEREITS NACH WENIGEN BISSEN VÖLLEGEFÜHL. Abneigung gegen Suppen. 

Agg.: nach dem Essen. Nach wenigen Bissen steht Essen bis zum Hals.

Unvollständiges Aufstoßen. Epigastrische Angst, Druck, usw. Nagen im Magen. Bandgefühl um die Taille. 

HÄUFIGE, GERÄUSCHVOLLE FLATULENZ, < untere Gedärme. Meteorismus

Abdomen; wund, < unterer Bereich; abwechselnde Seiten; braune Flecken auf dem Abdomen und auf der Brust. [Säuglingskoliken, < abends.] 

Stuhl, scheint im Darm zurückzubleiben, nach dem Stuhl;  Abwechselnd Durchfall und Verstopfung.

 Hämorrhoiden, > heiß Baden. Häufiger Drang zum Urinieren

Spärlicher Urin; schreit vor dem Urinieren; enthält roten Sand; unterdrückt. 

Sexuelle Erschöpfung. (Auf Beischlaf, Mattigkeit, den ganzen folgenden Tag.) Pollutionen. 

Heftige Dysmenorrhoe, mit Ohnmacht. Scharfer oder periodischer Fluor. Schmerzhafter Koitus.

 Verlangt Luft, aber fröstelt dadurch. Kurze, rasselnde Atmung. FÄCHERARTIGE BEWEGUNG DER NASENFLÜGEL. 

Nicht ausgeheilte Pneumonie. [Trockener, quälender Husten, mit Abmagerung.] 

TROCKENHEIT; Handflächen, Vagina, Haut, usw. Rauheit in den Falten, Brustwarzen, Anus, usw. 

 

SCHLECHTER 

KLEIDERDRUCK.
WÄRME. Erwachen. Wind.
Essen; bis zur Sättigung; Austern.
Verdauungsschwäche.
16 bis 20 Uhr. 


BESSER 

WARME GETRÄNKE, Speisen, usw.
Kalte Anwendungen.

Zusammenfassung

Konstitutionsmittel bei vorwiegend chronischen Krankheiten. Verdauungsschwäche bei Lebererkrankungen, Steinbildung in den Harnwegen, roter Satz im Urin, harnsauerer Diathese. Frühgealterte Patienten, schlaff, welk, unterernährt trotz gutem Appetits. 

Besondere Kennzeichen: Beschwerden, die sich an der rechten Körperseite zeigen (z.B. Mandelentzündung re., Oberbauchbeschwerden re.) und nach hinten wandern können. 

Verschlimmerung von 16 bis 20 Uhr. Völle und Auftreibung des Bauches schon nach wenigen Bissen, Hunger nachts. Verlangen nach Süßem, warmen Speisen und Getränken. Wärme wird trotz mangelnder Lebenswärme schlecht vertragen. Unverträglichkeiten von Kohl, Zwiebeln und Mehlspeisen. 

 

 

Dr. Schön
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