Praxis, Homöopathie, Naturheilkunde
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Heilpraxis für Homöopathie und Komplementärmedizin
Heilpraxis für Homöopathie und Komplementärmedizin

Ayurveda

 

Die alten vedischen Yogis haben in der gesamten Schöpfung das Wirken von fünf Elementen gesehen. Diese Vorstellung von den Elementen war in ähnlicher Weise im antiken Griechenland anzutreffen und hat insofern gut tausend Jahre lang auch das medizinische Denken in Europa geprägt.

 

Die fünf Elemente

Diese sind: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum (Äther).

 

Die drei Doshas

Im lebendigen Organismus des Menschen verdichten sich die fünf Elemente zu den drei grundlegenden Lebensprinzipien (= Doshas): Vata, Pitta und Kapha. Diese drei Doshas sind den fünf Elementen zugeordnet und enthalten jeweils deren Qualitäten.

 

  • Vata besteht aus den Elementen Luft und Äther.
  • Pitta besteht aus Feuer und Anteilen des Wassers.
  • Kapha setzt sich aus Erde und Wasser zusammen.

Die Doshas beschreiben die individuelle körperlich-psychisch-seelische Veranlagung des Menschen. Das Verhältnis, in dem diese drei Lebensprinzipien zueinander stehen, ist bei jedem Menschen anders. Die Zusammensetzung der Doshas beschreibt die Konstitution des Menschen, also seine von Geburt an festgelegte gesundheitliche Veranlagung, die sich jedoch im Laufe des Lebens durch den jeweiligen Lebensstil und äußere Faktoren verändern kann.

 

Nach ayurvedischem Verständnis entstehen Krankheiten und gesundheitliche Störungen, wenn das natürliche Zusammenspiel der Doshas gestört wird. Solche Störungen entwickeln sich aus dem eigenen Verhalten, der Umwelt, den Jahreszeiten, dem Wetter, aus emotionalen Reaktionen, der Arbeit und der Art der Ernährung.

 

Sowohl innere als auch äußere Umstände haben somit einen Einfluss auf die Doshas.

Die drei Doshas können vereinfachend mit folgenden Eigen- schaften charakterisiert werden:

 

Vata:

Vata ist die Lebensenergie und gewährleistet Beweglichkeit (Luft und Äther).

Die Qualität von Vata ist trocken, kalt, hell, beweglich, subtil, hart, rau, veränderlich und klar. Vata-Typen haben eine schnelle Auffassungsgabe, viel Fantasie und können zupacken. Sie sind wir- belig, energiegeladen und empfindlich. Sie neigen zu Unruhe und Hektik.

Ist Vata gestört, dann leiden die Betroffenen unter Schlaflosig- keit, Magenschmerzen, Nervosität und Nervenerkrankungen. Der moderne westliche und rastlose Lebensstil überreizt die Vata-Prinzipien und führt deswegen häufig zu Vata-Störungen.

 

Pitta:

Pitta entspricht der Hitze und ist für alle chemischen Reaktionen, also auch den Stoffwechsel zuständig (Feuer und Wasser). Die Qua- lität von Pitta ist heiß, hell, flüssig, subtil, scharf, übel riechend, weich und klar.

Pitta-Typen sind leidenschaftlich, temperamentvoll und neigen zur Dominanz. Sie sind sich selbst und anderen gegenüber oft über- kritisch.

Pitta-Störungen zeigen sich in Entzündungen, Hautausschlag, Fieber, Erkrankungen des Verdauungstrakts, Unzufriedenheit und Ärger.

 

Kapha:

Kapha steht für Substanz, Gewicht, Wachstum und Struktur des Körpers (Erde und Wasser). Die Qualität von Kapha ist kalt, nass, schwer, langsam, stumpf, statisch, glatt, dicht und wolkig. Kapha- Typen sind treu und anhänglich; sie behalten in schwierigen Situationen die Nerven und man könnte sie als phlegmatisch bezeichnen. Ohne äußeren Anstoß neigen sie manchmal zur Lethargie.

Ist Kapha gestört, leidet der Patient an einem übermäßigen Schlafbedürfnis, Schlaffheit, Niedergedrücktheit, Kältegefühl und Übelkeit.

 

Anwendungen im Rahmen einer  Ayurveda-Kur

Nach ayurvedischer Vorstellung ist jedes Wesen bemüht, das System seines Körpers in stabilem Gleichgewicht mit seiner Umwelt zu halten. Ist die Balance gestört, sendet der Körper Signale aus. Verhallen die Signale ungehört, werden sie zu Krankheitssymptomen. Im Ayurveda sind Veränderungen an Zellen und Geweben nicht der Beginn einer Krankheit, sondern bereits ihr Ausdruck. Eine gesunde Lebensführung und ayurvedische Heilbehandlungen wie Einläufe, Massagen, Ölbäder, der entspannende Stirnguss (mit Öl), Pflanzen- mittel und vieles mehr dienen dazu, schwache Doshas zu stärken oder dominierende zu schwächen. Nach dem gleichen Grundsatz werden die Arzneimittel eingesetzt.

 

Die ayurvedischen Therapeuten verordnen Reinigungskuren, wie z.B. die drei- bis vierwöchige Panchakarma-Kur, bei der das Verdauungssystem mittels Kräuter-Elixieren grundlegend umgestimmt werden soll. Nach einem Erstgespräch und einer körperlichen Untersuchung werden entsprechend der Konstitution die Ernährung, die Kräuter-Extrakte, die Massagen und Kräuter-Öl-Anwendungen individuell abgestimmt.

 

Bezüglich der Ernährung wird für jeden Konstitutionstyp individuell eine Diät verordnet. Allgemeine und für alle Konstitutionstypen gültige Empfehlungen sind:

  • nur bei Hunger essen
  • keine Zwischenmahlzeiten zu sich nehmen
  • die Hauptmahlzeit mittags einnehmen
  • nie in unruhiger Gemütsverfassung essen
  • mindestens drei Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten einlegen
  • sich nicht völlig satt essen
  • frische Lebensmittel essen
  • Wasser (auch erwärmtes) und Kräutertee trinken
  • alle fünf Geschmacksrichtungen sollten in jeder Mahlzeit enthal-
  • ten sein

Indikationen

Die Stärke ayurvedischer Medizin wird in der Vorbeugung und Frühbehandlung von Befindlichkeitsstörungen und funktionellen Beschwerden gesehen. Letztlich kann nach Meinung der Ayurveda- Therapeuten fast jede Erkrankung ayurvedisch behandelt werden, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Gicht, Asthma, Verdauungsstörungen, Migräne, Allergien, Hautkrankheiten und Depressionen. Ayurveda eignet sich auch zur Schmerztherapie, zur Stärkung der Abwehrkräfte und zur „Entschlackung“.

 

 

 

 

Dr. Schön

Terminvereinbarungen unter:

T: 0650 4328814   

 

für allgemeine Anfragen verwenden Sie bitte das  Kontaktformular oder mail an:

 

ordischoen@gmail.com

 

Ordination:

Arbeiterstrandbadstr. 118

1210 Wien

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