Praxis, Homöopathie, Naturheilkunde
Praxis, Homöopathie, Naturheilkunde
Heilpraxis für Homöopathie und Komplementärmedizin
Heilpraxis für Homöopathie und Komplementärmedizin

Homöopathie

Die Homöopathie ist in Österreich sehr beliebt

 

 

Homöopathische Arzneien unter den Top-Drei-Gesundheitsproduktgruppen: Gemäß den Ergebnissen der „Gesundheitsstudie 2016" von Market* herrscht in Österreich großes Interesse an homöopathischen Arzneimitteln (58 Prozent). Homöopathie wird von den ÖsterreicherInnen als besonders wirksam eingestuft: 78 Prozent der Befragten geben an, von der gesundheitserhaltenden bzw. gesundheitsverbessernden Wirkung von homöopathischen Mitteln überzeugt zu sein. Darüber hinaus gehören homöopathische Arzneien – gemäß den Angaben der Befragten – zu den Top-Drei-Gesundheitsproduktgruppen, die derzeit konkret angewendet werden (Heilpflanzen/Heiltees: 79 Prozent, Heilbäder/Heilöle/Heilsalben: 78 Prozent, homöopathische Mittel: 70 Prozent) und deren Anwendung auch in Zukunft vorstellbar ist (Heilpflanzen/Heiltees: 72 Prozent, Heilbäder/Heilöle/Heilsalben: 71 Prozent, homöopathische Mittel: 62 Prozent).

 

„Die guten Ergebnisse wundern mich nicht, da die Homöopathie in Österreich eine ärztliche Heilmethode mit hervorragenden Behandlungserfolgen ist", sagt Dr. Erfried Pichler, Präsident der ÖGHM, Arzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Klagenfurt und Leiter der homöopathischen Ambulanz der Kinderonkologie im Landesklinikum Klagenfurt. „Um die Wirksamkeit der Homöopathie sicherzustellen, gilt es unprofessionelle Anamnese und Selbsttherapie zu vermeiden. Es ist ratsam, sich von einem Arzt oder einer Ärztin mit einem Ärztekammerdiplom für Homöopathische Medizin untersuchen zulassen, der oder die dann das richtige Mittel verordnet."

 

Weitere Infos:

Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM)

http://www.homoeopathie.at

 Homöopathie

 

 

a)  Geschichte

Die Homöopathie geht auf den deutschen Arzt und Chemiker Samuel Hahnemann (1755- 1843) zurück. Er war von der damaligen Medizin mit ihren Methoden (häufige Aderlässe und Schröpfen, giftige Arzneien wie z.B. Quecksilber und Arsen) und den daraus folgenden mangelhaften Heilerfolgen grundlegend enttäuscht. Aufgrund eigener Beobachtungen und Erfahrungen entwickelte er das Heilsystem der Homöopathie und legte es in den Büchern „Organon der Heilkunst„ und „die chronischen Erkrankungen“ nieder.

 

Anfänglich war die Homöopathie vornehmlich in Deutschland und Frankreich verbreitet. Um 1900 erlebte sie eine Blüte in den USA, dann ebbte das Interesse aufgrund der großen Erfolge der damals aufkommenden modernen Schulmedizin (z.B. durch Antibiotika und Impfungen) ab.

 

Heute gehört die Homöopathie in Europa zu den am häufigsten eingesetzten Naturheilverfahren und spielt in Indien und einigen Ländern Lateinamerikas eine staatlich anerkannte Rolle.

 

b)  Wirkungen

 

  • Die Simile-Regel

Das Wort Homöopathie heißt übersetzt „ähnliche Krankheit“ und wurde von Hahnemann aus zwei griechischen Wörtern zusammengesetzt: „homoion“ (ein Ähnliches) und „pathos“ (das Leiden). Hahnemann bringt damit die so genannte Simile-Regel zum Ausdruck. Er formuliert dies folgendermaßen: Similia similibus curantur“ (Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt).

 

Die Simile-Regel besagt: eine Krankheit kann geheilt werden, indem ein Arzneimittel gegeben wird, das beim Gesunden eine ähnlichen Krankheit verursachen würde.

 

Das homöopathische Mittel bewirkt also durch seine speziellen Eigenschaften, die genau zu den Symptomen der Erkrankung passen müssen, deren Heilung. Es ist ähnlich wie ein Schlüssel zu verstehen, der mit seinen Merkmalen genau in das Schloss passen muss, um es zu öffnen.

 

Ein Beispiel des Simile - Prinzips aus dem Alltag:

Wenn wir im Winter kalte Hände haben, reiben wir sie kurz mit Schnee ein. Der Kältereiz regt die Durchblutung an und die Hände werden wieder warm. Gleiches (kalte Hände) wird durch Gleiches (kalter Schnee) geheilt.

 

 

Das homöopathische Mittel wirkt entsprechend der homöopathischen Prinzipien auf die dem Organismus innewohnende Vitalkraft (Ordnungs-, Lebenskraft) und ruft eine Heilungs-Reaktion hervor. Die Heilung kann manchmal zuerst auf seelisch-geistiger und daraufhin auf der körperlichen Ebene geschehen.

 

Der amerikanische Homöopath Constantin Hering (1800-1880) hat in den homöopathischen Heilungsverläufe folgende Regel entdeckt:

 

Eine grundlegende Heilung geschieht demnach

  • von oben nach unten (z.B. ein Ekzem im Kopfbereich verlegt sich anfangs nach unten, wie Rumpf oder Beine, bevor es ganz ausheilt)
  • von innen nach außen (d.h. von den lebenswichtigen Organen zu den weniger lebenswichtigen Organen, z.B. die Asthmaanfälle verschwinden und dann tritt im weiteren Heilungsverlauf ein Ekzem auf)
  • in der umgekehrten Reihenfolge des Auftretens (z.B. in der Kindheit war zuerst ein lästiges Ekzem, durch unterdrückende Lokalbehandlung verschwand dieses, daraufhin kam es zu Asthma-Anfällen. Die Reihenfolge der Heilung wäre nach der Hering- Regel nun genau umgekehrt: zuerst sollte sich das Asthma bessern, im Laufe der weiteren Behandlung erst später dann das Ekzem)

 

Ein typischer Hinweis für eine Heilung wäre zudem, wenn homöopathische Erstreaktionen eintreten, bei denen sich die bestehenden Krankheitssymptome zu Beginn der Behandlung nochmals verschlimmern, bevor es dann zu einer anhaltenden Heilung kommt.

 

  • Arzneimittelprüfung

Um ein Arzneimittel homöopathisch beim Kranken anzuwenden, muss dessen Wirkung beim gesunden Menschen bekannt sein. Dazu werden die Substanzen einer Arzneimittelprüfung unterzogen, d.h. es wird geprüft, welche Symptome eine Arznei beim Gesunden erzeugt. Für eine solche Arzneimittelprüfung nimmt eine Gruppe von freiwilligen gesunden Menschen die (potenzierte) Prüfsubstanz ein und beobachtet dann deren Wirkung auf das eigene Befinden. So entstehen die Arzneimittelbilder, welche die typischen Symptome dieser speziellen Arznei beschreiben.

 

  • Homöopathische Arzneimittel

sind Zubereitungen aus Pflanzen, tierischen Präparaten oder Mineralien, welche eine Arznei-Wirkung auf den Menschen aufweisen. Hahnemann selbst hat eine Vielzahl an Substanzen auf diese Weise untersucht. Heutzutage besteht der homöopathische Arzneimittelschatz aus hunderten (bis zu tausenden) von Arzneimitteln und wird laufend erweitert.

 

  • Potenzierung

Die Arzneimittelpotenzierung wurde von Hahnemann selbst entwickelt und ist neben der Simile-Regel und der Arzneimittelprüfung das dritte Standbein, auf dem die Homöopathie basiert. Das Wort Potenzieren leitet sich vom lateinischen Wort „Potentia“ ab und heißt „ Kraft, Macht“. Und in der Tat sind die potenzierten homöopathischen Mittel kraftvolle Instrumente in der Hand des erfahrenden Homöopathen. Giftige Ausgangssubstanzen (z.B. Schlangengifte, Arsen, Quecksilber) verlieren durch den Vorgang der Potenzierung und Verdünnung ihre Giftigkeit und entfalten ihre volle Arzneikraft. In der Homöopathie gilt: wenig hilft viel. Ein sehr feiner und genau abgestimmter Arzneimittel-Reiz (oder besser: die Arznei-Information) kann eine tiefgehende Heilungsreaktion hervorrufen.

 

Um ein Arzneimittel zu potenzieren, wird die in Alkohol gelöste Ursprungssubstanz mit einer Alkohol-Wasser-Lösung verdünnt und anschließend durch Schüttelschläge intensiv vermengt. Heutzutage wird dieser Vorgang häufig maschinell durchgeführt. Dieses Verfahren ermögliche eine intensive Vermengung des Arzneistoffs mit dem Alkohol-Wasser Gemisch und überträgt die Arzneiinformation auf dieses. Heutzutage wissen wir, dass Wasser aufgrund seines halb-kristallinen Zustandes Informationen speichern kann, (ähnlich wie eine Computer-Festplatte). Dies konnte u.a. anhand verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungen (z.B. von dem japanischen Professor M. Emoto) festgestellt werden, bei welchen die gespeicherten Informationen optisch dargestellt werden können.

 

Ein weiteres Verfahren zur Arzneimittelpotenzierung ist die Verreibung, die für trockene und unlösbare Ausgangsubstanzen eingesetzt wird. Hierbei werden diese mit Milchzucker vermengt, in einem Mörser mit einem Stösel intensiv verrieben und wiederholt mit einem Spatel durchmischt. Auch hier findet eine Übertragung der Arzneimittelinformation auf das „Lösungsmittel“, in diesem Fall den Milchzucker statt.

 

 

c. Anwendungen

 

  • Anamnese und Repertorisation

Die Behandlung beginnt mit einer ganzheitlichen Anamnese, welche alle körperlichen, seelischen und sozialen Aspekte des Menschen erfasst. Dies ist erforderlich, um nach dem Simile- Prinzip das „ähnliche“ Mittel (mit ähnlichem Arzneimittelbild) verordnen zu können. Für die richtige und heilende Verordnung ist ein umfassendes Arzneimittelwissen des Homöopathen erforderlich, um aus der Vielzahl der Medikamente das geeignete Arzneimittel herauszufinden. Die Repertorisation dient dazu, das Simile mithilfe eines Repertoriums (Nachschlagewerk mit allen bekannten Prüfungssysymptomen und den zugehörigen Arzneimitteln) aus dem großen Arzneimittelschatz herauszufinden. Diese manchmal schwierige Suche kann heutzutage mit Unterstützung von umfangreicher homöopathischer Software erleichtert werden. Meist können jedoch nur solche Homöopathen die Computergestützte Repertorisation erfolgreich zur homöopathischen Konstitutionsbehandlung einsetzen, die über eine gute Ausbildung und profunde Arzneimittelkenntnisse verfügen.

 

  • Potenzwahl und Dosierung

Bezüglich der Wahl der richtigen Potenz und der Dosierung gibt es sehr unterschiedliche Meinungen.

 

Manche Homöopathen bevorzugen hohe und höchste Potenzen (Konstitutionsmittel) in seltenen Gaben, weil diese erfahrungsgemäß eine umfassende und anhaltende körperliche-psychisch-seelische Wirkung aufweisen.

 

Andere wiederum halten sich an niedrige (bis C12) und öfters wiederholte Potenzen, weil diese leichter nach bewährten Indikationen und organspezifisch (organotrop) verschrieben werden können.

 

Manche Therapeuten sind der Auffassung, dass Hochpotenzen zu sehr in die seelischen Bereiche des Menschen eingreifen und vermeiden sie deswegen, wie z.B. die anthroposophischen Ärzte. Deren Arznei-System ist allerdings vorwiegend von den Einsichten Rudolf Steiners geprägt, der die homöopathischen Tief-Potenzen ohne weitere Berücksichtigung der Simile-Regel in sein umfassendes anthroposophisches System integriert hat.

 

  • Homöopathische Arzneimittel

Diese sind als alkoholische Lösung, als Tabletten (gepresster Milchzucker als Trägersubstanz) oder als Globuli erhältlich. Globuli sind Rohrzucker-Kügelchen, die mit der potenzierten alkoholischen Arzneimittellösung benetzt und dann getrocknet wurden. Die Kügelchen sind praktisch in der Handhabung und nahezu unbegrenzt haltbar. Selbst die vor 150 Jahren von Hahnemann selbst hergestellten homöopathischen Globuli sind heute noch wirksam!

 

Die Zahlen und Buchstaben hinter den homöopathischen Mitteln besagen folgendes:

 

Der Buchstabe steht für die Art der Verdünnung bei jedem Potenzierungsschritt.

D= 1: 10 verdünnt (potenziert)

C = 1: 100 verdünnt (potenziert)

Q oder LM = 1:50 000 verdünnt (potenziert)

 

Die Zahl dahinter zeigt die Anzahl der Potenzierungsschritte an, die durchgeführt wurden. Sie weisen darauf hin, ob es sich um eine Hoch- oder eine Tiefpotenz handelt.

 

z.B. 3, 6 bis 12 (Tiefpotenz)

z.B. 30 oder 200 (Hochpotenz)

z.B. 1000 und 10 000 (sehr hohe Potenz).

 

 

Tiefpotenzen werden täglich oder mehrmals täglich eingenommen und sind für die eigene Hausapotheke und die Anwendung z.B. in der eigenen Familie und geeignet.

 

Hochpotenzen können dagegen lange anhaltende Wirkungen hervorrufen und sollten nur von erfahrenen Homöopathen eingesetzt werden. Eine einmalige (!) Einnahme einer nach dem Simile-Prinzip richtig gewählten Potenz von C 200 oder C 1000 kann mehrer Wochen bis hin zu mehreren Monaten lang wirken. Wenn das Mittel zu früh wiederholt wird oder in dieser Zeit eine andere Hochpotenz gegeben wird, kann dies die Heilwirkung grundlegend stören. Man kann sich das bildhaft vorstellen wie Schwingungen, die mit anderen Schwingungen eine Interferenz bilden und dadurch gestört werden. So können schwierige Fälle entstehen, bei denen der Heilungsfortschritt stagniert. Es erfordert allerhöchste homöopathische Kunst, hier das Simile zu finden, welches die Situation wieder „klärt“. Unter Umständen (z.B. beim endogenen Ekzem) können Hochpotenzen auch lange anhaltende unangenehme Erstreaktionen hervorrufen.

 

Seit Hahnemann haben sich drei Haupt- Richtungen der Homöopathie etabliert:

 

  • die klassische Homöopathie (Verordnung von Einzelmitteln in tiefer bzw. hoher Potenz entsprechend dem Simile-Prinzip, wie in diesem Kapitel beschrieben)
  • die organotrope Homöopathie (Verordnung von Tiefpotenzen nach bewährten Indikationen entsprechend des erkrankten Organs und der klinischen Diagnose)
  • die Komplexmittel-Homöopathie (Mischungen aus vielen homöopathischen Arzneimitteln, die meist entsprechend der schulmedizinischen Diagnose verordnet werden).

 

  • Organotrope Homöopathie und Komplexmittel

Manche Therapeuten verwenden homöopathische Mittel in tiefen Potenzen entsprechend der erkrankten Organe (organotrop), nach bewährten Indikationen oder als so genannte Komplexmittel. Letztere enthalten eine Vielzahl an Arzneimitteln und werden entsprechen der medizinisch gestellten Diagnose verordnet. Beide Vorgehensweisen sind relativ einfach und erfordern keine großen Arzneimittelkenntnisse. Sie werden gerne von Therapeuten und Ärzten eingesetzt, die nicht genügend Zeit für eine ganzheitliche Anamnese (1 Stunde und mehr!) und deren manchmal aufwendige Repertorisation aufbringen wollen bzw. können. Allerdings wirkt diese Art der Homöopathie meist weniger tief und anhaltend. Die Gefahr dabei ist zudem, dass nur die Symptome wegkuriert werden, ohne eine grundlegende und anhaltende Heilung zu bewirken.

 

 

d. Indikationen

 

Alle Erkrankungen, die durch eine Selbstregulation des Organismus geheilt werden können, sind für eine homöopathische Behandlung geeignet. Ihre Domäne ist die Behandlung von Funktionsstörungen, chronischen Erkrankungen, Allergien, Abwehrschwäche und alle Erkrankungen mit psychosomatischem Hintergrund.

 

  1. Kontraindikationen und Einwände

 

Hahnemann selbst schloss nur Unfälle und akute Verletzungen, die chirurgisch behandelt werden müssen, sowie Notfallsituationen von einer homöopathischen Behandlung aus.

 

Die Homöopathie vermag gestörte Funktionen wieder ins Gleichgewicht zu bringen, kann aber zerstörte Organe nicht mehr reparieren.

 

Eine homöopathische Behandlung sollte nur ausgebildeten und erfahrenen Homöopathen vorbehalten bleiben bei:

 

  • Bei allergischen Erkrankungen (z.B. Neurodermitis) und Asthma bronchiale wegen der Gefahr heftiger Erstreaktionen
  • Bei psychiatrischen Erkrankungen, weil aufgrund der eingesetzten Psychopharmaka homöopathische Mittel kaum zu wirken vermögen und Erst-Verschlimmerungen sich gefährlich auswirken könnten.
  • Bei Behandlung mit Kortison und anderen Immunsupressiva, weil aufgrund der unterdrückten Abwehrkraft das Mittel kaum mehr wirken kann.
  • Bei schwer kranken Menschen (z.B. bösartige Tumore), weil die Lebenskraft des Patienten sehr geschwächt ist.

 

Ungünstige Faktoren, welche erfahrungsgemäß die homöopathische Arzneiwirkung abschwächen können, sind:

  • Übermäßiger Kaffee-Konsum
  • Die gleichzeitige Benutzung stark ätherischer Öle
  • Die Inhalation von Lösungsmitteldämpfen
  • Pfefferminz- oder Kamillentee
  • Kampher- und Mentholhaltige (Erkältungs-) Salben

 

 

Dr. Schön

Terminvereinbarungen unter:

T: 0650 4328814   

 

für allgemeine Anfragen verwenden Sie bitte das  Kontaktformular oder mail an:

 

ordischoen@gmail.com

 

Ordination:

Arbeiterstrandbadstr. 118

1210 Wien

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